Friday, March 10, 2006

it's me! alive and writing!

so, los geht's also, das von mir angeregte blog. natürlich habe ich kaum das es fertig war nicht mehr gewusst, was ich da überhaupt reinschreiben soll, aber ich leg jetzt einfach los.

tolle sache war neulich die neue zitty mit dem grandiosen titelthema "meine armut kotzt mich an" über junge kreative, die zwar in berlin allerorten dafür sorgen, dass spannende große und kleine neue projekte, labels, ideen und firmen entstehen, die aber ständig chronisch in geldnot stecken. der artikel ist übrigens gut, besonders schön war aber der kauf, denn eva erzählte mir schon auf dem weg zum kiosk (zufälligerweise sind wir mal gemeinsam zur selben zeit in die selbe richtung aus dem haus gegangen) von dem thema und wie sehr sie sich darin wieder finde und musste dann zum kauf der zitty erstmal noch 50 cent von mir erbitten, da ihr portemonaie nicht mehr genug geld für den erwerb der zeitschrift enthielt :-).
die leserreaktionen auf den artikel waren übrigens auch spannend: von selbstdarstellerei-vorwürfen und verachtung bis zu voller zustimmung war alles dabei. am meisten irritiert hat mich jemand der schrieb, es sei eine unverschämtheit sich bei einem einkommen von ca. 1.000 € im monat (der betrag wurde in dem artikel genannt) als arm zu bezeichnen, das würde die wirklich armen verhöhnen. ich musste erstmal kurz drüber nachdenken, ob ich dass nicht vielleicht auch so sehen sollte und bin zu dem schluss gelangt, dass das große kacke ist. nur weil es noch jemand gibt, der noch beschissener dran ist, geht es den anderen noch lange nicht gut. sonst darfst du dich auch als harz 4 empfänger bald nicht mehr als arm bezeichnen, aus rücksicht auf die "wirklich armen" (die sich von dieser rücksicht übrigens voll was kaufen können).
wo war ich? ach ja, die armen kreativen. eines der hauptmerkmale laut artikel ist, dass sie mit laptops auf dem tisch in f'hainer oder p'berger cafes am frühstückstisch rumhängen. heute moregn war ich mit lilli und sandra bei denen um die ecke in f'hain früchstücken und echt wahr, es kam ein typ rein, klappte sein laptop aus - apple natürlich - und daddelte neben seinem frühstück her darauf rum. total geil. beschreibt der journalismus wirklich nur das leben, oder immitiert das leben die journalien?
und was hat das mit der küche zu tun? da liegen jetzt die zittys rum, die "armut kotzt"-zitty und die neue mit den leserbriefen.

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